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Was kostet eine Website in der Schweiz? (Preise 2026, ehrlich gerechnet)

·3 Min. Lesezeit PreiseGrundlagen

Realistische Preisspannen für KMU-Websites in der Schweiz, was den Preis tatsächlich treibt, welche Folgekosten dazukommen — und warum Offerten so stark auseinanderliegen.

Die Antwort, die Sie überall bekommen, lautet «das kommt darauf an». Das stimmt sogar — hilft Ihnen aber nicht bei der Budgetplanung. Also hier Zahlen, und danach die Erklärung, wovon sie abhängen.

Realistische Spannen für Schweizer KMU

UmfangPreisspanneFür wen
Einseitige WebsiteCHF 1 500 – 3 000Neugründung, Visitenkarte im Netz
5–8 SeitenCHF 3 500 – 6 500die meisten KMU
10–20 Seiten, zweisprachigCHF 7 000 – 15 000Firmen mit mehreren Standbeinen
Webshopab CHF 12 000eigenes Projekt, eigene Rechnung

Das sind Agenturpreise, und sie sind nicht überrissen: darin stecken Projektleitung, Verkauf, Büro und mehrere Personen, die sich abstimmen müssen.

Wo liege ich selbst? Darunter — Website und Logo ab CHF 1 490, das Firmenstart-Paket ab CHF 1 790. Nicht, weil weniger Arbeit hineingeht, sondern weil der Overhead fehlt: eine Person, ein schlanker statischer Aufbau, kein Verkaufsapparat. Was Sie bei sehr tiefen Angeboten dagegen oft bekommen, ist eine Vorlage mit ausgetauschten Bildern — der Unterschied zeigt sich meist nach zwei Jahren, wenn etwas geändert werden soll.

Warum zwei Offerten für «dasselbe» um das Dreifache auseinanderliegen

Weil «eine Website» keine Mengenangabe ist. Diese fünf Punkte treiben den Preis — und sie stehen selten in der Offerte:

  1. Wer schreibt die Texte? Das ist der mit Abstand grösste versteckte Posten. Texterstellung für fünf Seiten kostet schnell CHF 1 500 bis 3 000. Wenn Sie selbst schreiben, sparen Sie das — zahlen aber mit Ihrer Zeit.
  2. Woher kommen die Bilder? Eigene Fotos: gratis, aber meist unbrauchbar für den Druck. Fotoshooting: CHF 800 bis 2 500. Stock-Bilder: günstig, sehen aber nach Stock-Bildern aus.
  3. Vorlage oder individuell gestaltet? Eine gekaufte Vorlage anzupassen ist in wenigen Tagen erledigt. Ein eigener Entwurf dauert Wochen.
  4. Wie viele Korrekturrunden? Unbegrenzte Runden sind der häufigste Grund, warum Projekte aus dem Ruder laufen. Zwei Runden sind üblich und reichen, wenn vorher sauber abgestimmt wurde.
  5. Braucht es ein Redaktionssystem? Wenn Sie wöchentlich selbst Beiträge schreiben: ja. Wenn sich die Inhalte einmal im Jahr ändern: nein — und dann sparen Sie auch die laufende Wartung.

Die Folgekosten, an die niemand denkt

Der Kaufpreis ist nicht der Gesamtpreis. Rechnen Sie dazu:

  • Domain: CHF 10 – 20 pro Jahr
  • Hosting: CHF 60 – 300 pro Jahr, je nach Technik
  • Wartung bei einem Redaktionssystem: CHF 300 – 1 200 pro Jahr für Updates und Sicherheitsflicken
  • Inhaltliche Pflege: entweder Ihre Zeit oder ein Stundensatz

Hier liegt ein unterschätzter Unterschied: Eine statisch gebaute Website hat keine Datenbank und kein Login, das aktualisiert werden müsste. Der Wartungsposten fällt damit weg. Über fünf Jahre gerechnet sind das schnell CHF 1 500 bis 6 000 Unterschied — oft mehr, als die ganze Website gekostet hat.

Rechnen Sie es für sich durch

Nehmen wir eine Website für CHF 1 490, Nutzungsdauer fünf Jahre, dazu CHF 100 pro Jahr für Domain und Hosting. Macht CHF 1 990 insgesamt oder rund CHF 33 pro Monat.

Jetzt die einzige Frage, die zählt: Wie hoch ist Ihr durchschnittlicher Auftragswert?

  • Bei CHF 500 pro Auftrag brauchen Sie vier zusätzliche Aufträge in fünf Jahren.
  • Bei CHF 3 000 pro Auftrag brauchen Sie einen einzigen.

Wenn Ihnen diese Zahl erreichbar vorkommt, ist der Preis vernünftig. Wenn nicht, sollten wir über einen kleineren Umfang reden — nicht über eine billigere Website.

Woran Sie eine faire Offerte erkennen

  • Sie nennt einen Festpreis, keinen Stundenrahmen mit offenem Ende.
  • Sie listet auf, was nicht enthalten ist. Das ist das wichtigste Kriterium.
  • Sie sagt, wie viele Korrekturrunden inbegriffen sind.
  • Sie klärt, wem die Domain und die Dateien am Ende gehören. Die richtige Antwort ist: Ihnen.
  • Sie enthält einen Zeitplan mit Ihren Mitwirkungspflichten.

Meine eigenen Preise stehen aus genau diesem Grund öffentlich auf der Seite Preise — inklusive der Liste dessen, was jeweils nicht dabei ist. Wenn Sie beim Vergleichen eine Offerte haben, die Sie nicht einordnen können, schauen wir im Erstgespräch gemeinsam drauf. Auch wenn sie von jemand anderem stammt.

Passt das zu Ihrem Vorhaben?

30 Minuten Erstgespräch, kostenlos. Danach wissen Sie, was es kostet und wie lange es dauert — auch wenn wir nicht zusammenarbeiten.