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Brauche ich als kleines Unternehmen überhaupt eine Website?

·3 Min. Lesezeit GrundlagenKMU

Instagram, Google-Profil, Mundpropaganda — reicht das nicht? Eine ehrliche Antwort, inklusive der Fälle, in denen Sie tatsächlich keine Website brauchen.

Die Frage kommt fast in jedem Erstgespräch, meistens in dieser Form: «Ich habe doch Instagram und einen Google-Eintrag. Brauche ich dann wirklich noch eine Website?»

Die ehrliche Antwort ist: nicht immer. Fangen wir damit an.

Wann Sie tatsächlich keine Website brauchen

  • Sie sind ausgebucht und wollen nicht wachsen. Wenn Ihre Auftragsbücher voll sind und Sie keine neuen Kundinnen und Kunden suchen, ist eine Website eine Ausgabe ohne Gegenwert. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil genügt dann völlig.
  • Ihr Geschäft lebt vollständig von Laufkundschaft an einem Ort, an dem die Leute ohnehin vorbeikommen — ein Kiosk am Bahnhof zum Beispiel.
  • Sie verkaufen ausschliesslich über eine Plattform, die Ihre Kundschaft sowieso nutzt, und haben dort ein vollständiges Profil.

Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, sparen Sie das Geld. Ich sage das lieber im Gespräch, als Ihnen etwas zu verkaufen, das nichts bringt.

Wann eine Website den Unterschied macht

Für alle anderen sieht die Rechnung anders aus. Drei Gründe, die in der Praxis wirklich zählen:

1. Sie gehören sich selbst

Ihr Instagram-Profil gehört Instagram. Ihre Facebook-Seite gehört Meta. Wenn die Plattform die Regeln ändert, die Reichweite drosselt oder Ihr Konto sperrt — und das passiert, meist ohne Begründung und ohne erreichbaren Ansprechpartner — ist Ihre digitale Existenz weg. Mit einer eigenen Domain passiert Ihnen das nicht. Die Adresse gehört Ihnen, die Inhalte gehören Ihnen.

2. Wer Sie sucht, findet Sie am falschen Ort nicht

Jemand hat Ihren Namen gehört und tippt ihn bei Google ein. Was dann erscheint, entscheidet darüber, ob Sie angerufen werden. Ein Instagram-Profil mit zwölf Bildern beantwortet keine der Fragen, die Menschen vor einer Anfrage haben: Was kostet das ungefähr? Wie lange dauert es? Arbeiten Sie auch in meiner Region? Wer steckt dahinter?

3. Eine Website arbeitet, während Sie arbeiten

Das ist der unterschätzte Teil. Wenn Ihre Website die häufigsten Fragen vorab beantwortet, kommen weniger Anfragen — aber bessere. Die Leute, die anrufen, wissen dann schon ungefähr, worauf sie sich einlassen. Das spart auf beiden Seiten Zeit.

Eine gute Website reduziert die Anzahl der Anfragen und erhöht trotzdem die Anzahl der Aufträge. Das klingt widersprüchlich, ist aber genau das, was passiert, wenn Sie aufhören, mit unpassenden Interessenten zu telefonieren.

«Aber ich bin doch bei Google eingetragen»

Das Google-Unternehmensprofil ist tatsächlich wichtig — für lokale Suchen oft wichtiger als jede Platzierung in den Suchergebnissen. Nur: Es ist eine Visitenkarte, kein Verkaufsgespräch. Es zeigt Öffnungszeiten, Adresse und Bewertungen. Es erklärt nicht, warum jemand ausgerechnet Sie beauftragen sollte.

Die beiden gehören zusammen. Das Profil bringt Sie in die Nähe der Kundschaft, die Website überzeugt sie. Deshalb ist das Google-Profil bei mir Bestandteil des Firmenstart-Pakets und nicht ein Zusatzverkauf.

Was es kostet, es nicht zu tun

Rechnen wir mit Zahlen statt mit Gefühlen. Angenommen, Ihre Website kostet CHF 1 490 und hält fünf Jahre. Das sind rund CHF 25 pro Monat.

Wie viele zusätzliche Aufträge brauchen Sie pro Jahr, damit sich das lohnt? Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von CHF 800 reicht ein einziger zusätzlicher Auftrag in zwei Jahren, um die Kosten zu decken.

Das ist keine Verkaufsrechnung, sondern die Untergrenze. Wenn Ihre Website in fünf Jahren nicht einen einzigen Auftrag bringt, war es die falsche Website — oder Sie gehörten zu den Fällen ganz oben, die tatsächlich keine brauchen.

Kurz gefasst

Eine Website lohnt sich, wenn Sie wachsen wollen, wenn Leute Sie online suchen, und wenn Sie nicht davon abhängig sein möchten, dass eine Plattform Sie weiterhin anzeigt. Sie lohnt sich nicht, wenn Sie ausgebucht sind und bleiben wollen.

Falls Sie unsicher sind, in welche Kategorie Sie fallen: Das ist genau die Frage, die wir im kostenlosen Erstgespräch klären — auch mit dem Ergebnis, dass Sie keine brauchen.

Passt das zu Ihrem Vorhaben?

30 Minuten Erstgespräch, kostenlos. Danach wissen Sie, was es kostet und wie lange es dauert — auch wenn wir nicht zusammenarbeiten.